Ratgeber · Messung

Google Maps Ranking messen: so machst du es sauber (Geo‑Grid + KPIs)

Maps‑Rankings sind standortabhängig. Deshalb ist „bei mir auf dem Handy“ kein Messsystem. Wenn du messen willst, ob Optimierungen wirken, brauchst du eine Methode, die Standort‑Bias reduziert.

Ziel dieses Guides: Du richtest ein Geo‑Grid‑Denken ein, definierst einfache KPIs und baust einen Rhythmus für Reports – damit du nicht nach Bauchgefühl optimierst.

Regionaler Praxisbezug: Wenn du die Messung lokal einordnen willst, starte mit Google Maps SEO Hildesheim.

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Merksatz
Du misst nicht „eine Position“, sondern eine Fläche: Wie gut rankst du in deinem Einzugsgebiet – und wie verändert sich diese Fläche über Zeit?

Schritt 1: Ein Geo‑Grid‑Setup definieren

Ein Geo‑Grid ist ein Raster aus Messpunkten rund um deinen Standort. Du prüfst Rankings an mehreren Punkten statt nur an deinem eigenen Standort.

  • Wähle 1 Haupt‑Keyword (deine Hauptleistung) + optional 1–2 Varianten.
  • Lege das Zentrum fest (dein echter Standort).
  • Definiere Radius (z. B. 3–10 km je nach Branche) und Rastergröße (z. B. 5×5 oder 7×7).
  • Miss 1× pro Woche oder alle 2 Wochen – gleiches Setup, gleiche Keywords.

Wichtig: Nicht zu viele Keywords am Anfang. Lieber 1 sauber messen als 10 halb.

Schritt 2: Baseline setzen (Woche 0)

Bevor du etwas änderst: Baseline messen. Sonst weißt du nicht, ob eine Veränderung durch deine Optimierung kommt oder durch Wettbewerb/Seasonality.

  • Screenshot/Export des Geo‑Grids speichern.
  • Notiere Profile der Top‑3 Konkurrenz in der Nähe.
  • Notiere Status: Kategorien, Reviews‑Tempo, NAP‑Sauberkeit, Website‑Klarheit.

KPIs, die wirklich helfen (nicht nur Ego‑KPIs)

  • Top‑3 Abdeckung: Anteil der Messpunkte, an denen du in Top‑3 bist.
  • Durchschnittsposition: über alle Messpunkte (mit Vorsicht interpretieren).
  • Conversion‑Signale: Anrufe, Routenanfragen, Website‑Klicks aus dem Profil.
  • Lead‑KPIs: Anfragen/Termine, die wirklich daraus entstehen.

Wenn du nur Rankings misst, optimierst du leicht am Geschäft vorbei. Rankings ohne passende Leads sind wertlos.

Wie du Maßnahmen richtig testest

Ändere nicht alles gleichzeitig. Sonst weißt du nicht, was wirkt.

  • Wähle pro 2–4 Wochen nur 1 Schwerpunkt (z. B. Kategorie‑Schärfung oder NAP‑Bereinigung).
  • Dokumentiere Änderungen (Datum + was).
  • Miss nach dem gleichen Raster.
  • Bewerte anhand von Abdeckung + Conversion‑Signalen.

Passende Guides: GBP Kategorien · NAP/Citations · Bewertungen

Warum Rankings schwanken (und wann du reagieren solltest)

Maps kann schwanken, ohne dass du etwas „kaputt“ gemacht hast. Häufige Gründe:

  • Wettbewerber optimiert (neue Reviews, neue Kategorie, neue Inhalte).
  • Standort‑Bias: du misst anders als letzte Woche (anderer Punkt, anderes Gerät, anderer Account).
  • Google testet Ergebnisse (kurzfristige Rotation in bestimmten Bereichen).

Reagiere nicht auf jede kleine Bewegung. Reagiere, wenn du über mehrere Messpunkte und zwei Messzyklen ein klares Muster siehst – oder wenn Conversion‑Signale spürbar einbrechen.

Typische Mess‑Fehler

  • Nur am eigenen Standort prüfen (Bias durch Nähe/History/Account).
  • Zu viele Keywords auf einmal (Rauschen statt Signal).
  • Rankings als Ziel, nicht als Mittel (Leads sind das Ziel).
  • Keine Baseline → du interpretierst Zufall als Erfolg oder Misserfolg.
  • Kein Rhythmus → du misst zu selten oder chaotisch.

Report‑Template (einfach, aber nützlich)

Ein guter Report ist kurz und entscheidungsfähig. Beispiel‑Aufbau:

  • Geo‑Grid: Top‑3‑Abdeckung % + Screenshot/Export
  • GBP Insights: Anrufe, Website‑Klicks, Routenanfragen (Trend)
  • Leads: Anfragen/Termine (qualitativ: passend/unpassend)
  • Änderungen: was wurde seit letztem Report gemacht?
  • Nächster Fokus: 1 Schwerpunkt für die nächsten 2 Wochen

Tool‑Gedanke (ohne Overkill)

Du brauchst kein High‑End‑Setup. Wichtig ist, dass du vergleichbar misst. Egal ob Tool oder manuell: gleiche Keywords, gleiche Messpunkte, gleicher Rhythmus.

  • Starte mit 1 Haupt‑Keyword und 1 Radius.
  • Wenn du erweiterst: erst Keyword‑Varianten, dann größere Radien (nicht alles zugleich).
  • Miss nicht täglich. Wöchentlich/14‑tägig reicht, um Trends zu sehen.
  • Setze Messung immer in Relation zu Leads (Anfragen/Anrufe) – sonst optimierst du am Ziel vorbei.

Was du als „Erfolg“ definieren solltest

Ein realistisches Ziel ist oft: mehr Top‑3‑Abdeckung im Kerngebiet, bessere Conversion‑Signale und stabilere Leads – nicht „überall Platz 1“.

Wenn du Unterstützung willst: Google Maps SEO oder GBP Optimierung.

Interpretation: typische Muster (und was du dann tust)

Messung ist nur dann nützlich, wenn daraus Entscheidungen entstehen. Drei häufige Muster:

  • Top‑3 nur direkt am Standort: oft „Relevanz/Angebot“ oder zu schwache Kategorien/Services → GBP‑Kategorien & Leistungen schärfen, passende Inhalte auf der Website ergänzen.
  • Starke Schwankungen Woche zu Woche: Messung zu häufig oder Messpunkte geändert → Rhythmus stabilisieren, gleichen Tag/Uhrzeit wählen, 2–3 Messungen vergleichen.
  • Ranking besser, Leads bleiben gleich: dann ist es meist ein Conversion‑Thema → Fotos, Angebotstexte, CTA, Bewertungen‑Prozess und Landingpage prüfen.

Wir messen das im Sprint sowieso

Wenn du nicht selbst basteln willst: Wir arbeiten mit klaren Messpunkten und priorisieren die stärksten Hebel. Du bekommst Transparenz statt Rätselraten.

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