Ratgeber · NAP & Citations
NAP & Citations: so baust du Konsistenz auf (mit Audit‑Routine)
NAP steht für Name, Address, Phone. Citations sind Erwähnungen dieser Daten auf Verzeichnissen und Portalen. Für Google Maps ist das ein Vertrauenssignal: Passt alles zusammen – oder sieht es nach Chaos aus?
Ziel dieses Guides: Du definierst ein sauberes Datenformat, findest typische Fehler (Duplikate, alte Nummern, falsche Schreibweisen) und setzt eine einfache Routine auf, damit es langfristig stabil bleibt.
Regionaler Praxisbezug: Für lokale Relevanz in der Region findest du den Kontext unter Google Maps SEO Hildesheim.
Checkliste: NAP‑Fundament in 30–60 Minuten
- Lege dein offizielles Format fest: Firmenname, Rechtsform (ja/nein), Straße, Hausnummer, PLZ, Ort, Telefonnummer, Website‑URL.
- Nutze dieses Format überall identisch (auch auf der Website im Footer/Impressum).
- Prüfe dein Google Business Profile: stimmt NAP exakt mit dem Format überein?
- Suche nach alten Telefonnummern/alten Adressen (z. B. Umzug, neue Vorwahl, neue Rufnummer).
- Finde Duplikate: mehrere Profile/Einträge für denselben Standort → bereinigen.
- Priorisiere: erst die wichtigsten Quellen korrigieren, dann erst erweitern.
Was zählt als „Citations“?
Citations sind Erwähnungen deiner NAP‑Daten auf Websites. Typische Quellen:
- Branchenverzeichnisse (allgemein oder spezialisiert)
- Kammern/Verbände (wenn passend)
- Social Profiles (Facebook/Instagram/LinkedIn, je nach Branche)
- Lokale Portale/Kommunen (wenn vorhanden)
- Karten-/Navigations‑Datenquellen (z. B. Apple Maps Connect)
Wichtig: Nicht jede Citation ist gleich wertvoll. Relevanz + Datenqualität > Menge.
Audit‑Routine: so findest du Fehler schnell
Du brauchst keine riesige Tool‑Suite. Starte pragmatisch:
- Google Suche: "Firmenname" + "Straße" (auch Varianten mit alter Schreibweise).
- Google Suche: "Telefonnummer" (Findet alte Einträge sehr zuverlässig).
- Google Maps: Nach Firmennamen suchen → ähnliche Einträge/Duplikate prüfen.
- Website: Impressum/Footer prüfen (Format, Klick‑to‑Call, Mail‑to).
- Dokumentiere: Quelle, aktuelle Daten, Ziel‑Datenformat, Status (offen/erledigt).
Datenformat‑Vorlage (Copy‑&‑Paste‑fähig)
Lege ein „Master‑Format“ fest, das du überall einsetzt. Beispiel‑Template:
- Name: Firmenname (mit/ohne Rechtsform – konsistent)
- Adresse: Straße Hausnummer, PLZ Ort
- Telefon: +49 … (ein Format, keine Varianten)
- Website: https://… (immer gleiche URL‑Variante)
Wenn du mehrere Telefonnummern hast (z. B. Zentrale + Standort): definiere eine primäre Nummer und bleib konsistent.
Prioritäten: wo du anfangen solltest
Wenn Zeit knapp ist, starte dort, wo Kunden wirklich landen:
- Google Business Profile (und mögliche Duplikate)
- Website (Footer/Impressum/Kontakt)
- Apple Maps / wichtige Karten‑Ökosysteme (wenn relevant)
- Große Verzeichnisse, die in deiner Branche sichtbar sind
- Dann erst: Long‑Tail Verzeichnisse
Achte dabei auf das gleiche Schema wie bei Kategorien: klare Hauptleistung + saubere Daten → Vertrauen.
Typische Stolperfallen
- „GmbH“ mal ja, mal nein (kann ok sein, aber wird oft unabsichtlich vermischt).
- Abkürzungen (Str./Straße), Sonderzeichen, unterschiedliche Schreibweisen.
- Call‑Tracking Nummern als Hauptnummer (riskant, wenn es Inkonsistenzen erzeugt).
- Umzug: alte Adresse bleibt in Verzeichnissen hängen.
- Mehrere Standorte: Daten werden vermischt (ein Profil, aber mehrere Adressen).
15‑Minuten‑Routine pro Monat
Damit NAP nicht wieder „driftet“, reicht eine kleine Routine:
- Suche nach deiner Telefonnummer (findet die meisten Ausreißer).
- Suche nach „Firmenname + Straße“ (findet Schreibvarianten/alte Adressen).
- Prüfe 3 Kernquellen (GBP, Website, 1–2 wichtige Verzeichnisse deiner Branche).
- Wenn du etwas änderst: dokumentieren (Datum + wo) – fertig.
Wenn du umziehst oder die Nummer wechselst: Mini‑Playbook
Die größten NAP‑Probleme entstehen bei Änderungen. So gehst du sauber vor und reduzierst „Geisterdaten“:
- 1) Master‑Daten aktualisieren: Website (Kontakt/Impressum/Footer) + GBP zuerst.
- 2) Alte Daten finden: Suche nach alter Telefonnummer + „Firmenname + alte Straße“.
- 3) Duplikate vermeiden: Kein neues GBP‑Profil anlegen, wenn das alte migriert werden kann.
- 4) Priorisieren: erst Quellen, die du wirklich siehst (Maps/Branchenportale), dann Long‑Tail.
- 5) Monitoring: 4–8 Wochen beobachten und am Ende nochmal kurz auditieren.
Wie NAP & Website zusammenhängen
Google vergleicht Signale. Wenn Website‑Kontakt, Impressum und GBP nicht zusammenpassen, ist das ein Vertrauensbruch. Deshalb gehört NAP‑Konsistenz immer mit zur Website‑Basis.
Passender nächster Schritt: GBP Kategorien (Guide) und Google Maps SEO.
Welche Citations zuerst? (Prioritätenliste)
Wenn du wenig Zeit hast, arbeite nicht „alles“ ab. Geh in der Reihenfolge vor, die am ehesten echte Signale & Klicks liefert:
- 1) Owned: Website, GBP, Social‑Profile (Facebook/Instagram/LinkedIn), E‑Mail‑Signaturen.
- 2) Sichtbar in Google/Maps: Branchenverzeichnisse, die bei deiner Suche in den Top‑10 auftauchen.
- 3) Branchen‑Portale: relevante Fachportale (z. B. Handwerk/Medizin/Coaching – je nach Angebot).
- 4) Long‑Tail: alles andere nur, wenn es schnell geht oder du ohnehin ein Monitoring machst.
Pragmatische Regel: Wenn du die Plattform nie siehst und nie Traffic bringt, hat sie meist keine Priorität.